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17. Umweltpreis der Stadt Weimar 2007 für Anselm Graubner und Jens Elliger mit der Suppenbar Estragon und dem Bioladen Rosmarin am Herderplatz 3.
Aus der Laudatio des Oberbürgermeisters Stefan Wolf:
Die Ressourcen fossiler Rohstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle als Energielieferanten werden immer knapper und teurer. Der Ausstoß vom Treibhausgas CO2 schadet zudem erheblich unserer Umwelt. Dem gegenüber schützen neue technische Innovationen auf dem Gebiet der Energieeinsparung unser Klima, schaffen Arbeitsplätze im eigenen Land, erschließen neue Märkte und verringern die Abhängigkeit von Rohstoffimporten.
Die Kältenutzung im Handel und Dienstleistungssektor wir immer umfangreicher. Der Kältebedarf ist durch die Nachfrage von gekühlten und gefrosteten Waren stetig gestiegen.
Mit der Geschäftsidee, eine Suppenbar „Estragon“ und einen Bioladen im Haus Herderplatz 3 anzusiedeln, ergaben sich für die Bereitstellung von Warmwasser neue Möglichkeiten. Die benötigten Kühlstrecken mussten mit einer leistungsstarken Kältemaschine versorgt werden. Die anfallende Abwärme als Nebenprodukt der Kälteleistung wurde sinnvoll zur Warmwasserbereitung für das gesamte Objekt genutzt. In einem 500-Liter-Warmwasserspeicher wird die Wärme über einen Wärmetauscher an das Trink-Warmwasser zur Versorgung der Nutzer abgeben.
Durch diese beispielgebende Maßnahme können 10.000 kWh Strom pro Jahr eingespart werden, dies entspricht einer Summe von rund 2.200 Euro pro Jahr und einer Verringerung der CO2-Belastung der Stadt Weimar von ca. 5,0 Tonnen im Jahr.
In einer Zeit, in der Energie immer teurer wird, sollte die Umsetzung dieser Abwärmenutzung Vorbildfunktion für weitere Einsatzgebiete haben.
Diesem hohen Maß an Engagement zum Wohle einer nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft gebührt Respekt und Dank. In Anerkennung dieser Leistung erhalten Anselm Graubner und Jens Elliger den Umweltpreis der Stadt Weimar. Dazu möchte ich Sie recht herzlich beglückwünschen.
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